Mit diesen 5 Tipps machen Sie sich als Eigentümer fit für die Nachfolge

Sie sind Geschäftsmann mit Leib und Seele. Doch Sie wissen genau: Nach Jahren oder Jahrzehnten in der Führung eines Unternehmens wird es für Sie nun Zeit, sich um die Nachfolge zu kümmern. Keine leichte Aufgabe, schließlich ist Ihre Tätigkeit als Geschäftsführer viel mehr als ein Job. Ein Unternehmen zu leiten, ist eine Lebensaufgabe. Einer normalen 35 oder 40-Stunden-Woche nachzugehen, war für Sie stets unvorstellbar. Unzählige Stunden haben Sie damit verbracht, das Unternehmen weiterzuentwickeln, Kunden zufriedenzustellen und Arbeitsplätze zu erhalten. Nun müssen Sie sich ernsthafte Gedanken machen, in welche Hände Sie Ihr „Baby“ übergeben und wie Sie den Loslösungsprozess möglichst gut überstehen.

Die Nachfolge: Eine wirtschaftliche und psychologische Herausforderung

Wenn Sie sich als Eigentümer mit Ihrer Nachfolge befassen, werden Sie mit einer mehrdimensionalen Herausforderung konfrontiert. Einerseits müssen Sie alle wirtschaftlichen Aspekte der Übergabe und Neuorganisation bedenken. Andererseits bedeutet der Abschied von Ihrer Firma für Sie eine psychologische Belastung. Zwar freuen sich viele Unternehmer darauf, eine neue Aufgabe anzunehmen oder den Ruhestand zu genießen, jedoch dürfen Sie den Ablöseprozess nicht unterschätzen. Sich von Abläufen, Personen und Dingen zu trennen, an die man sich jahrelang gewöhnt hat, fällt schwerer als man denken mag. Um sich bestmöglich auf die Herausforderungen vorzubereiten und etwaige negative Konsequenzen zu reduzieren, sollten Sie folgende Tipps zur Nachfolgeregelung für Eigentümer beachten.

1. Bauen Sie sich Ihr persönliches Privatvermögen auf

Beim Thema Altersversorge verlassen sich viele Eigentümer oder Geschäftsführer auf Rücklagen oder Einkünfte der Firma. Jedoch ist dringend davon abzuraten, die gesamte Vorsorgeplanung auf das Unternehmen zu stützen. Erfahrungen zeigen, dass es nicht selten zu Fehlschätzungen des Firmenwertes oder des Verkaufspreises kommt. Das bedeutet im Ernstfall, dass ein Unternehmer beim Verkauf seiner Firma und mit Eintritt in den Ruhestand über viel weniger Vermögen verfügt als er eigentlich dachte. Eine Wertminderung kann häufig unvorhergesehen eintreffen, zum Beispiel durch unvorteilhafte Marktveränderungen oder aufgrund von Invalidität. Auch Unfälle oder Krankheiten mit Todesfolge können dafür sorgen, dass Ihre Familie plötzlich vor dem finanziellen Ruin steht bzw. den aktuellen Lebensstandard nicht aufrechterhalten kann. Da der Aufbau entsprechender Vermögenswerte Jahre dauern kann, ist es extrem wichtig, dass Sie sich frühzeitig um Ihre finanzielle Absicherung kümmern. Eine steuerlich attraktive Methode ist die berufliche Vorsorge (BVG). Sie können sich auch für diversifizierte Wertschriftenanlagen entscheiden oder ein renditestarkes Immobilien-Portfolio aufbauen. Gerne berate ich Sie zu den verschiedenen Möglichkeiten zum Aufbau eines Privatvermögens.

2. Von Ehe bis Erbe: Klären Sie rechtliche Angelegenheiten

Im Zuge einer Nachfolgeregelung müssen sich Eigentümer mit einer Reihe rechtlicher Dinge befassen. Sind Sie verheiratet oder haben Sie Kinder? Dann sollten Sie sich rasch darum kümmern, Klarheiten zu schaffen. Nur so vermeiden Sie spätere Streitigkeiten, die leider sehr oft vorkommen – selbst in den „besten“ Familien. Treffen Sie eine Entscheidung darüber, wie Sie Ihre Nachkommen behandeln wollen. Kommt eines Ihrer Kinder als Nachfolger für die Firma in Frage? Und welchen Ausgleich lassen Sie Ihren anderen Kindern zukommen? Zudem sollten Sie sich mit Ihrem eigenen Tod beschäftigen: Haben Sie für den Fall der Fälle ausreichend für Ihre Ehepartnerin und Ihre Kinder vorgesorgt? Für den Fall der Urteilsunfähigkeit sollten Sie einen Vorsorgeauftrag für Sie und Ihre Angehörigen aufsetzen und notariell beglaubigen lassen. Sie sehen schon: Es gibt zahlreiche rechtliche Dinge, um die Sie sich im Zuge einer Nachfolgeregelung kümmern müssen. Ich biete Ihnen eine professionelle Beratung auf vertrauensvoller Ebene an und helfe Ihnen dabei, die richtigen Entscheidungen im Sinne von Ihnen und Ihrer Familie zu treffen.

3. Planen Sie die Zeit nach Ihrem Austritt aus der Firma

Es ist nicht unüblich, dass Unternehmer einen Großteil ihrer Lebenszeit im Betrieb oder mit der Weiterentwicklung der Firma verbringen. Feierabend, Wochenende, Feiertage? Für Selbstständige steht die Freizeit häufig erst an zweiter Stelle. Umso wichtiger ist es, dass Sie sich mit Ihren persönlichen Zukunftsperspektiven nach dem Unternehmensverkauf beschäftigen. Wollen Sie in ein anderes Unternehmen einsteigen oder genießen Sie Ihren (frühzeitigen) Ruhestand? Überlegen Sie sich, welcher Beschäftigung Sie zukünftig nachgehen und womit Sie Ihre Zeit verbringen. Ganz plötzlich viel Zeit zu haben, wird Sie nämlich vor eine unbekannte Aufgabe stellen. Tauschen Sie sich aktiv mit Ihrer Familie und Ihren Freunden aus und geben Sie Ihrem Leben einen neuen Sinn. Schreiben Sie alles auf, was Sie schon immer einmal machen wollten und fangen Sie am besten unmittelbar damit an, um nicht in Lethargie zu verfallen.

4. Unterschätzen Sie Ihre Emotionen nicht

Sie wissen, was Sie nach Ihrem Ausstieg aus der Firma mit der gewonnenen Zeit anfangen wollen? Dann ist ein zentraler Schritt bereits getan! Jedoch sollten Sie sich bewusstmachen, dass noch weitere psychologische Herausforderungen auf Sie warten. Nicht zu unterschätzen ist beispielsweise die Tatsache, dass Sie eine Machtposition verlieren. Als Führungspersönlichkeit in einem Unternehmen erteilten Sie Weisungen an Ihre Mitarbeiter und verfügten über ein gewisses Ansehen. Nicht selten hat der Austritt aus der eigenen Firma einen Identitätsverlust zur Folge: Wer bin ich überhaupt, wenn ich kein Unternehmer mehr bin? Darüber hinaus sollten Sie sich damit befassen, ob Sie sich eine Kooperation mit Ihrem Nachfolger vorstellen können und – im Sinne des Unternehmens, den Arbeitsplätzen und den Mitarbeitern – eine Zeit lang Hand in Hand mit ihm arbeiten können. Hierbei müssen Sie Ihre persönlichen Emotionen zurücknehmen und ausschließlich an die Zukunft des Betriebs denken.

4. Kümmern Sie sich frühzeitig um Ihre Nachfolge

Die genannten Punkte zeigen, dass es sich bei der Nachfolgeregelung für Eigentümer um eine überaus komplexe Aufgabe handelt. Die Umsetzung aller Aspekte kann Jahre dauern, daher ist es unumgänglich, dass Sie sich zeitnah um Ihre Nachfolge kümmern. Auch wenn es seltsam klingt: Der beste Zeitpunkt, sich mit dem Thema zu beschäftigen, ist jetzt! Sie haben keine Zeit, sich um die Nachfolge zu kümmern? Dann nehmen Sie sie sich! Falls Sie nicht heute damit beginnen, sich um die Zukunft von Ihnen, Ihrer Familie und Ihrer Firma zu sorgen, werden Sie es eines Tages bereuen.

Sind Sie fit für die Nachfolge?

Haben Sie bereits alle Vorkehrungen für Ihr Ausscheiden aus dem Unternehmen getroffen oder benötigen Sie professionelle Unterstützung bei der Erfüllung dieses vielschichtigen Vorhabens? Als erfahrener und einfühlsamer Experte stehe ich Ihnen gerne während des gesamten Prozesses zur Seite. Außerdem empfehle ich Ihnen, einen Blick auf weitere Artikel zum Thema Nachfolge zu werfen. Diese thematisieren unter anderem die Komplexität des Nachfolgeprozesses oder geben Tipps, wie Sie Ihr Unternehmen bestens auf die Veränderungen vorbereiten. Gehen Sie den better way! Kontaktieren Sie mich gerne unter info@better-solution.ch oder besuchen Sie meine Website www.better-solution.ch.