Mit diesen 5 Tipps machen Sie sich als Nachfolger fit für die Nachfolge

Endlich selbstbestimmt: Ihr Weg in die Selbstständigkeit

Träumen Sie den Traum vom eigenen Unternehmen? Wollen Sie raus aus der Fremdbestimmung und hinein in die Selbständigkeit? Dann denken Sie aktuell möglicherweise über eine Unternehmensübernahme nach. Herzlichen Glückwunsch! Doch eine Sache sei Ihnen gleich zu Beginn ans Herz gelegt: Treffen Sie diese existentielle Entscheidung nicht aus dem Bauch heraus, sonst wird Ihr Traum schnell zum Albtraum.

Geht es um das Thema Nachfolge, so sollte auch dem Eigentümer bzw. Verkäufer ans Herz gelegt werden, die Übergabe seriös und professionell über die Bühne zu bringen. Seien Sie sich der Beweggründe, Umstände und Emotionen Ihres Nachfolgers bewusst und unterstützen Sie ihn in der Entscheidungsfindung. Nehmen Sie Ihre Rolle ernst.

Die folgenden fünf Tipps helfen Nachfolgern und Eigentümern dabei, die Übergabe vorzubereiten und umzusetzen.

1. Führen Sie eine selbstkritische Analyse durch

Bevor Sie über finanzielle Aspekte nachdenken und Finanzpläne schmieden, sollten Sie Ihre Fähigkeiten und Ihre Motivation hinterfragen. Denn nur, wenn Sie bereit dazu sind, eine Firma zu übernehmen, können Sie die nächsten Schritte planen. Eine Firma zu übernehmen bedeutet im Regelfall auch, Führung zu tragen. Können und wollen Sie das? Haben Sie bereits einen eigenen Führungsstil entwickelt? Passt dieser Führungsstil zur aktuellen Belegschaft des Unternehmens? Wie gedenken Sie, die Firma weiterzuentwickeln? Verfügen Sie über die nötige Fach-, Methoden-, Sozial- und Selbstkompetenz? Kein Mensch ist perfekt – daher mein Tipp: Agieren Sie, statt zu reagieren. Ich biete Ihnen einen Fitnesscheck an, der Ihnen nicht nur Defizite aufzeigt, sondern auch Wege, um diese zu beseitigen. Auch hier gilt: Früher ist alles besser, d.h. beginnen Sie rechtzeitig mit Ihrer persönlichen Vorbereitung.

2. Entwickeln Sie einen Businessplan

Sie haben ein Unternehmen gefunden, das zu Ihnen passt? Sie sind davon überzeugt, dieses Unternehmen tatkräftig vorantreiben zu können und die Existenzgrundlage von Ihnen und den Mitarbeitern damit zu sichern? Perfekt! Dann ist jetzt der richtige Zeitpunkt, sich an einen Businessplan zu machen. Im Optimalfall holen Sie sich hierfür den Vorbesitzer mit ins Boot. Für Sie zählt zwar in erster Linie die Zukunft, doch der Businessplan sollte auch Auskunft über die Vergangenheit und Gegenwart eines Unternehmens geben und Aussagen über die Strategie, die Marktsituation, geplante Massnahmen und den Finanzbedarf treffen. Selbstverständlich ist es kaum möglich, einen wasserdichten Businessplan mit präzisen Zukunftsaussichten zu entwickeln, jedoch haben sich einige Techniken als wertvolle Hilfsmittel etabliert: Die Szenarientechnik hilft Ihnen z. B. dabei, den vielen Imponderabilien – nicht quanitifizierbaren Risiken – gerecht zu werden. Mit einer SWOT-Anlayse haben Sie ein Instrument an der Hand, um Stärken und Schwächen sowie Chancen und Gefahren der Zukunft zu erkennen. Und mittels Due Diligence wird versucht, die Ist-Situation der Firma sowie das Potentzial, die Gefahren und die Risiken zu beurteilen. Nicht zuletzt sind Planerfolgrechnungen und Liquiditätsplanung ein absolutes Muss!

Auch hierbei glit: Als Eigentümer sollten Sie Ihren Nachfolger bei der Entwicklung des Businessplans unterstützen, um das langfristige Überleben Ihrer Firma und die Zukunft Ihrer langjährigen Mitarbeiter zu sichern. Auch wird die Untzernehmensbewertung darauf abstellen. Auf Wunsch bringe ich Ihre Interessen in einem neutralen Rahmen zusammen und berate Sie ausführlich zum Thema Nachfolge.

3. Kümmern Sie sich um die Finanzierung

Sie haben bereits einen detaillierten Plan für die Zukunft des Unternehmens ausgearbeitet und sind bereit für die Übernahme? Zunächst müssen Sie noch eine weitere Partei von Ihren Visionen (und den Zahlen) überzeugen: Ihre Bank. Nur in den seltensten Fällen können Nachfolger den Kauf einer Firma aus eigenen Mitteln und oder mithilfe der Familie oder Freunden finanzieren. Für Sie heisst das: Ein bestimmter Prozentsatz an Eigenmitteln wird von Ihnen erwartet – speziell, wenn eine Bank zur Finanzierung beigezogen wird (Bankenfinanzierung). In diesem Fall zählt: Gut geplant ist halb gewonnen. Mit einem valablen Businessplan haben Sie grössere Chancen auf eine Fremdfinanzierung. Aber auch Ihr Verhältnis zum Vorbesitzer spielt eine wichtige Rolle: Falls der Verkäufer an Sie glaubt, wird auch er möglicherweise bereit sein, einen Teil der Kaufsumme mittels Verkäuferdarlehen zu finanzieren. Eine weitere Möglichkeit, die Sie auch aus steuerlicher Hinsicht unbedingt prüfen sollten, ist der Kauf der Aktien via Akquisitionsholding.

4. Bleiben Sie realistisch

Sie träumen davon, endlich Ihr eigener Chef zu sein? Verständlich! Sie können sich frei entfalten und Ihre Ideen umsetzen. Sie können Neues schaffen und erhalten bei Erfolg geselleschaftliche Anerkennung. Jedoch sollte Ihnen auch bewusst sein, dass Chef zu sein nicht bedeutet, sorglos durchs Leben zu gehen und nur das zu tun, was Ihnen beliebt. Sie werden mit schwierigen Entscheidungen konfrontiert sein – unabhängig von Erfolg oder Misserfolg der Firma. Strategische Ausrichtung, Mitarbeiterentwicklung, die Auslagerung von Produktionsschritten: Die Entscheidungen über das und noch viel mehr werden Sie treffen müssen. Eine grosse Herausforderung, mit der nicht jeder Geschäftsführer zurechtkommt. Insbesondere dann, wenn er zuvor noch nie als CEO tätig war. Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass Ihnen emotionale Ausnahmesituationen und schlaflose Nächte bevorstehen. Gerne stehe ich Ihnen in einem persönlichen Beratungsgespräch Rede und Antwort. Ausserdem empfehle ich Ihnen die Prinzipien von „Fit für die Nachfolge“.

5. Bereiten Sie einen Plan B vor

Sie haben sich voller Motivation in Ihre unternehmerischen Pläne gestürzt, die finanziellen Aspekte geklärt und fühlen sich der Aufgabe gewachsen. Wahrscheinlich sind Sie sind jung, dynamisch und voller Tatendrang. Und das ist auch gut so. Dennoch lege ich Ihnen nahe, sich ernsthaft mit einem Plan B zu befassen. Nicht, weil ich Ihnen das Unternehmertum nicht zutraue, sondern vielmehr, weil im Leben immer unvorhersehbare Dinge wie ein Unfall oder eine Krankheit drohen. Das Investment in eine neue Firma bzw. in eine neue Zukunft bedeutet immer auch ein Risiko. Sie haben sich mit Ihrem Investment in eine neue Firma

weit aus dem Fenster gelehnt! Wie soll es für Sie und Ihre Familie weitergehen, wenn Sie temporär oder für immer einfach „nicht mehr können“? Haben Sie die nötige Weitsicht, die Sie als Nachfolger haben sollten und sorgen Sie mit einem Plan B und/oder entsprechenden Versicherungen vor.

Ich wünsche Ihnen viel Glück auf Ihrem Weg!

Wenn Sie auf Ihrem Weg in die Unternehmensnachfolge professionelle Unterstützung wünschen, stehe ich Ihnen gerne mit Rat und Tat zur Seite – Schritt für Schritt!

Es gibt unzählige Aspkete bei der Nachfolge und dies ist auch nicht der einzige Artikel von mir zum Thema „Nachfolge“. Ich empfehle Ihnen, auch einmal die Perspektive zu wechseln, und sich in die Rolle Ihres Vorbesitzers zu versetzen. Sie finden sicher einige hilfreiche Hinweise, die Sie bei der Entscheidungsfindung und Vorbereitung unterstützen.

Gehen Sie den better way! Kontaktieren Sie mich gerne unter info@better-solution.ch oder besuchen Sie meine Website www.better-solution.ch.